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Influencer Marketing: der Leitfaden

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Die Disziplin Influencer Marketing ist im engsten Sinne eine Weiterentwicklung des klassischen Word-Of-Mouth und des Celebrity Marketing. Was Influencer Marketing als Teil des digitalen Marketing Mix so effektiv macht, ist die Wirkung von Empfehlungen einflussreicher Personen. 

Ursprünglich galten berühmte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Stars) als ideale Werbeträger. Mit der steigenden Beliebtheit von Blogs und sozialen Netzwerken rücken heute jedoch auch „normalsterbliche“ Content Creator immer mehr in den Fokus von Marken auf der Suche nach geeigneten Markenbotschaftern. 

Ganze 63% der Verbraucher vertrauen den Empfehlungen dieser Influencer mehr als den Werbebotschaftern von Marken selbst. Eine besonders wichtige Vertrauensgrundlage ist hierbei für 61% der Verbraucher, dass es sich um eine „Person wie sie selbst“ handelt. (Trust Barometer, Edelmann)  – Authentizität und Nahbarkeit sind heute also wichtiger als Popularität, wenn es darum geht, Vertrauen zu Marken und Produkten aufzubauen und die digitale Customer Journey der Zielgruppe aufzuwerten. Laut dem Bundesverband der Deutschen Werbewirtschaft, hat in Deutschland bereits jeder 5. ein Produkt aufgrund einer Influencer Empfehlung gekauft. In der Altersgruppe von 16-24 sind es sogar ganze 43%. Die Zahlen beweisen: Influencer Marketing wirkt sich nicht nur auf die Brand Awareness sondern auch auf die Verkaufszahlen aus. 

Diese gewinnbringende Strategie gewinnt aus diesen Gründen in den verschiedensten Sektoren und Branchen immer mehr an Bedeutung. Bis Ende 2020 soll die Influencer Marketing Branche auf stolze 9.7 Milliarden US-Dollar anwachsen (33% mehr als im Vorjahr). Dieser Aufwärtstrend ist hinsichtlich des vielversprechenden ROIs nachvollziehbar. Denn Studien haben erwiesen, dass Marketer durchschnittlich das 6-Fache ihres Influencer Marketing Investments zurückerhalten (Quelle: Influencer Marketing Hub).

In Zusammenarbeit mit der Influencer Plattform Hivency haben wir alles Wichtige aufgelistet, was Sie aktuell über Influencer Marketing wissen sollten.

Übersetzung durch Stephanie Cisowski. Danke schön! 🙏

Wieso Influencer Marketing? 

Die Gewohnheiten und Bedürfnisse von Verbrauchern haben sich mit der digitalen Revolution radikal geändert. Klassische Werbung, vor allem in traditionellen Massenmedien, wird zunehmend mit Misstrauen betrachtet. Kurzum: Verbraucher haben das Vertrauen in Werbebotschaften von Unternehmen verloren. 

Insbesondere die Generation der Millenials (geboren zwischen 1976 und 1998) und der Generation Z (geboren nach 1998) haben sich vom Fernsehen, Radio und den Printmedien entfernt und verbringen immer mehr Zeit auf sozialen Netzwerken. 

Medienkonsum geschieht heute on-demand, wobei Werbung mit einem klassischen Push-Modell immer weniger Wirkung zeigt. Im Alltag der digitalen Selbstbestimmung umgehen ganze 74% der Verbraucher Werbung auch online proaktiv, z.B. durch Adblocker (Quelle: Edelmann). Interessant hierbei: KonsumentInnen nutzen Social Media trotzdem durchaus, um nach Produkten zu suchen und sich zu informieren. In Deutschland nennen ganze 45% der Social Media User den Wunsch, neue Marken und Produkte entdecken zu wollen, als Grund, Influencern zu folgen. 44 % wünschen sich sogar explizite Kaufempfehlungen (Quelle: Rakuten Advertising).

Um Zielgruppen zu erreichen und mit (potenziellen) KundInnen eine nachhaltige Beziehung zu pflegen, bedarf es heute also neue Wege, um Botschaften von Marken vertrauenswürdig und gezielt zu kommunizieren. Beziehungen zu Social Media Influencern (z.B. auf YouTube, Instagram oder Blogs) zu pflegen, um eine starke Brücke zum Zielpublikum aufzubauen, ist somit eine logische Schlussfolgerung des Wandels des Medien- und Konsumverhaltens. Die Expertise von Influencern in speziellen Interessensgebieten, ihre enge Community-Beziehung sowie ihre Reichweitenstärke auf immer beliebter werdenden Social Media Plattformen, bieten die Grundlage des hohen ROI-Potenzials einer Influencer Marketing Strategie. 

Influencer Marketing: die wichtigsten Zahlen

In den letzten 3 Jahren alleine sind die Google Suchanfragen im Zusammenhang mit dem Begriff Influencer Marketing um ganze 1500% angestiegen. 

Hier handelt es sich keinesfalls um einen Zufall. 

Influencer Marketing: Ein Markt auf kontinuierlichem Expansionskurs

2019 belief sich das Influencer Marketing Marktvolumen auf 6.5 Milliarden Dollar. 2020 soll es bis auf fast 10 Milliarden Dollar weiter anwachsen. 

Marketer weltweit wissen: Influencer Marketing ist ein ernst zu nehmendes Thema und gehört zum digitalen Marketing Mix dazu. 

Influencer Marketing: eine gewinnbringende Strategie

Der Return-On-Investment von Influencer Marketing ist laut Experten zwischen 6 und 11 Mal höher als der ROI klassischer Werbung. 

Einer Studie von HubSpot zufolge, werten 82% der professionellen Marketer das Gewinnpotenzial einer Influencer Kampagne höher als andere Werbemaßnahmen, wobei 60% eine höhere Markensichtbarkeit durch ihre Influencer Marketing Maßnahmen feststellen konnten. 

Influencer Marketing und Verbraucherverhalten 

Laut einer Studie von Morning Consult, folgen fast drei Viertel der amerikanischen Internetnutzer zwischen 13 und 38 Jahren mindestens einem Influencer in sozialen Netzwerken.  34% der Instagram Nutzer haben laut der Studie bereits ein Produkt aufgrund einer Influencer Empfehlung gekauft. 

Darüber hinaus neigen 4 von 5 Personen dazu, ein Produkt zu kaufen, wenn es von einer dritten Person empfohlen wurde. 

Den Umfrageergebnissen zufolge, vertrauen 92% der Verbraucher den Empfehlungen anderer Personen mehr als den Botschaften einer Marke. 

Marketing d'influence

Vorteile und Herausforderungen des Influencer Marketings

Wieso immer mehr Unternehmen Influencer Marketing für sich entdecken, wird mit einem Blick auf die lange Liste von Vorteilen dieser Strategie verständlich: 

  • Influencer sind auf spezielle Themengebiete spezialisiert (z.B. in den Bereichen Mode, Sport, Fitness, Ernährung usw.), sodass sie ein sehr zielgerichtetes und qualifiziertes Publikum ansprechen. Durch den Vertrauensvorschuss ihrer Follower wecken sie mehr Aufmerksamkeit für Marken und Produkte und können so Interaktionen und Conversions generieren.  

  • Da es immer schwieriger wird, sich selbst eine Social Media Präsenz aufzubauen, helfen Influencer dabei, ein bereits existierendes und aufmerksames Publikum zu erreichen. 

  • Andere digitale Marketingstrategien brauchen oftmals mehrere Monate, bevor einschneidende Ergebnisse erzielt werden können. Influencer Marketing Kampagnen hingegen können gute Resultate vergleichsweise schnell generieren. 

  • Influencer Marketing ist nach wie vor viel kostengünstiger als konventionelle Werbung, wobei sich der ROI einfacher messen lässt. Gleichzeitig ist die Fluktuationsrate (im Sales Funnel verlorene Leads) im Allgemeinen recht gering

  • Eine Zusammenarbeit mit Influencern wirkt sich auch positiv auf den Website-Traffic aus.  Die Anzahl der Website-Besucher, geklickter Links und Erwähnungen einer Marke wirken sich positiv auf den Share of Voice und die digitale Markenpräsenz aus.  Viele Marketer kombinieren eine SEO und Influencer Strategie um die Dynamik beider Disziplinen effizient zu kombinieren.

  • Mittlerweile haben sich zahlreiche spezialisierte Digitalagenturen, Influencer Agenturen und Plattformen etabliert, die Marken dabei unterstützen, ihre Influencer Strategie umzusetzen, zu skalieren und zu optimieren (z.B. Hivency

Diese Vorteile gelten nicht nur für B2C Marken. Auch im B2B Sektor gewinnt Influencer Marketing zunehmend an Bedeutung, insbesondere bei Kollaborationen mit journalistischen Influencern und Industrie-Experten. 

Jedoch müssen sich Marketer auch den Herausforderungen des Influencer Marketings bewusst sein, um diese gezielt zu umgehen. Besondere Vorsicht ist bei folgenden Punkten geboten:

👉 Fake-Follower: Hier handelt es sich um gekaufte Abonnenten, Likes oder Kommentare. Kurzum: Reichweiten, Content-Reaktionen und Interaktionskennzahlen sind dadurch verfälscht und beruhen nicht auf dem ehrlichen Interesse echter Menschen. 

👉 Tranzparenz: Da das Vertrauen zum Influencer das A und O einer erfolgreichen Influencer Marketing Strategie ist, sollte dieses auf keinen Fall missbraucht werden. Wichtig ist also, darauf Wert zu legen, dass Kampagnen-Posts nach rechtlichen Vorschriften als Werbung gekennzeichnet sind. Auch empfiehlt es sich stets transparent zu bleiben und darauf zu achten, dass im Content-Beitrag offengelegt wird, wie der Content Creator vergütet wurde (Bezahlung, Sachleistung).

Influencer Marketing Strategie: was Marketer wissen müssen

Influencer Marketing kann sich als lohnende Investition für Marken erweisen, die ihre Sichtbarkeit und Bekanntheit steigern und ihre Kunden stärker an sich binden möchten.  

Um diese Ziele zu erreichen, ist es ratsam, eine Influencer Strategie mit anderen Marketing Maßnahmen zu verknüpfen und sich zuallererst Zeit für die strategische Planung zu nehmen. 

Die Kernfrage: mit welcher Art von Influencern soll am besten zusammengearbeitet werden und auf welcher Grundlage? 

Die verschiedenen Influencer Kategorien

  1. Mega-Influencer (auch Star-Influencer oder Celebrities) 

Meist berühmte Personen des öffentlichen Lebens oder gar Weltstars, haben Influencer dieser Kategorie eine Followerschaft von über 500.000. Eine Zusammenarbeit mit diesen Influencern ist eine besonders große Investition für Marken. Der Vorteil: Ihr hoher Bekanntheitsgrad und somit ihre hohe Reichweite. 

  1. Macro-Influencer 

Macro-Influencer haben etwa 100.000 bis 500.000 Follower. Hier handelt es sich meist um professionelle Content Creator. Bei einer Zusammenarbeit und dem richtigen Brand-Fit können Marken besonders von deren Kohärenz und ihrer recht hohen Reichweite profitieren.   

  1. Micro-Influencer 

Micro-Influencer sind Opinion Leader in den unterschiedlichsten und meist recht spezialisierten Bereichen (u.a. Journalisten, Blogger, Nischen-Experten z.B. in den Bereichen Mode, Beauty, Kochen etc. oder sogar Unternehmer…). Sie haben etwa 5000-100.000 Follower und pflegen eine enge Beziehung zu ihrer Community, was sich in vergleichbar hohen Engagement-Raten (Reaktionen und Interaktionen in Relation zur Reichweite) messbar ausdrückt. 

  1. Nano-Influencer  

Nano-Influencer bilden mit unter 5000 Followern die reichweitenschwächste Influencer Kategorie. Sie erstellen meist sehr Nischen-spezifischen Content auf sozialen Netzwerken und haben statistisch gesehen die höchsten Engagement-Raten. 


Influenceurs

Arten der Influencer-Kollaboration 

Egal welche Influencer Kategorie: Content Creator sollten bei einer Marken-Kollaboration ihrem eigenen persönlichen Stil treu bleiben können. Man kann es nicht oft genug sagen: das Vertrauen der Community ihren Botschaften gegenüber ist das A und O einer erfolgreichen Influencer Strategie. 

Daher ist eine transparente Kommunikation zwischen Marke und Influencer unerlässlich, um die richtige Balance zwischen den Werten und Zielen der Marke und der persönlichen Art des Bloggers, Instagrammers oder Youtubers zu finden und den Inhalt entsprechend abzustimmen. 

Es gibt verschiedene Arten der Influencer Kollaboration, u.a.: 

  • Das Buzzkit: hier werden dem Influencer Produkte (oder Dienstleistungen) gratis zur Verfügung gestellt, worauf er/sie das Produkt im Content vorstellt und die eigene Meinung preisgibt 

  • Produktplazierung: Die Idee besteht darin, Produkte mehr oder weniger diskret vor der Kamera zu zeigen. Diese Art der Kollaboration wird vor allem in Video-Formaten (bes. YouTube) eingesetzt. 

  • Reise-Blog: Diese Art der Influencer-Kollaboration ist vor allem für Reiseveranstalter attraktiv. Hier wird Influencern ein gratis Reiseerlebnis angeboten. Diese Reiseerfahrungen teilen Influencer dann durch Videos, Fotos und Texten auf Social Media Kanälen oder Blogs.  

  • Unpacking:  Hier wird ein von der Marke erhaltenes Produktpaket vor der Kamera ausgepackt und vorgestellt. 

  • Gemeinsame Produktentwicklung / Capsule Collection: Eine intensivere und beliebter werdende Form der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Entwicklung eines Produktes oder einer Produktlinie. 

  • Sponsored Content:  hier wird ein Blog-Artikel oder eine Publikation auf sozialen Netzwerken über ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Event der Marke direkt monetär vergütet.  

  • Giveaways: hierbei handelt es sich um Gewinnspiele, die vom Influencer und einer Marke gemeinsam umgesetzt werden.

  • Takeover: Hier übernimmt der Influencer für einen Tag oder einen bestimmten Zeitraum den Social Media Account einer Marke (z.B. Instagram) und erstellt eigenständig passende Inhalte.

  • Einladung zu einer Reise oder Presseveranstaltung: Ein Unternehmen kann einen Influencer auch zu einer Reise oder eine Presseveranstaltung einladen, der die Erlebnisse live auf Social Media Kanälen dokumentiert.  

Umsetzung einer Influencer Kampagne

Eine erfolgreiche Influencer Marketingstrategie sollte immer langfristig ausgerichtet sein. 

Je nach Kernzielen können Kampagnen punktuell, saisonal oder regelmäßig umgesetzt werden. 

Eine Influencer Strategie sollte hierbei stets als Teil der Content Strategie verstanden werden und dem Zielpublikum durch Originalität, Qualität und Kompetenz einen Mehrwert bieten. 

Die essenziellen Schritte sind hierbei: 

  • Influencer zu finden, die zur Marke und ihren Zielen passen 

  • Die Modalitäten der Zusammenarbeit zu vereinbaren (Art der Kollaboration, Häufigkeit, Dauer, Vergütung usw.) 

  • Die Erstellung des Contents 

Passende Influencer finden

Die Auswahl passender Influencer richtet sich vor allem nach den Marketingzielen der Marke (Steigerung der Brand Awareness, des Website-Traffics, Verkaufssteigerung etc.) und dem Online-Verhalten der Zielgruppe (bevorzugte Social Media Plattformen). 

Influencer Auswahl nach sozialem Netzwerk  

Bei Influencer Kollaborationen liegen aktuell vor allem YouTube und Instagram im Fokus. Grundsätzlich sollte eine Kommunikationsstrategie immer dem bestimmten sozialen Netzwerk angepasst werden. 

👉 Facebook: das beliebteste und meistbesuchte soziale Netzwerk. Fast 25% der Facebook Nutzer folgen den Empfehlungen von Influencern. 

👉 Twitter: 29% der Twitter Nutzer sind den Empfehlungen von Influencern bereits nachgegangen. Die Kurznachrichten-Plattform eignet sich besonders zur Steigerung der Brand Awareness, jedoch weniger um durch Influencer Content Direktkäufe zu generieren. 

👉 Snapchat: 56% der Nutzer sind zwischen 13 und 24 Jahre alt, weshalb sich die Plattform vor allem eignet, um eine jüngere Zielgruppe (Generation Z) zu erreichen. Snapchat lebt von der Kurzlebigkeit der Veröffentlichungen: ideal, um beispielsweise ein zeitlich begrenztes Angebot zu bewerben.  

👉 Instagram:  - mit Abstand die beliebteste Social Media Plattform für Marken, die von visuellem Content profitieren. Interessant: 46% der Nutzer abonnieren Marken-Accounts. Das Instagram Publikum ist älter als das von Snapchat (50% sind zwischen 25 und 44 Jahre alt), wodurch Marken ein breiteres Publikum erreichen können. Ein Drittel der auf Instagram produzierten Inhalte besteht aus “Stories“ (für 24 Stunden verfügbare und vielseitig editierbare Videos oder Fotos). Instagrammer mit mehr als 10.000 Abonnenten können außerdem einen Link in Stories einzufügen, was bei Marken-Kollaborationen zusätzlich interessant sein kann. 

👉 YouTube: Die Inhalte der Video-Plattform erreichen vor allem ein Publikum zwischen 18 und 49 Jahren. Im Video-Format können mehr Informationen übermittelt und Details gezeigt werden, was Influencer Content qualitativ aufwertet und Raum für ein Extra an Kreativität bietet. 

(Quelle: Hivency 2020)

Die richtige Auswahl treffen

Wie wählt man den idealen Influencer für seine Marke? 

Um die richtigen Influencer auszuwählen, sollten folgende Indikatoren ausgewertet werden: 

  • Das Themengebiet und der geographische Standort

  • Die Popularität (Größer der Community: Anzahl der Abonnenten/Follower)

  • Engagement-Rate: (Durchschnittliche Anzahl von Likes und Kommentaren geteilt durch die Anzahl der Follower, in %) 

  • Häufigkeit der Publikationen (um sicherzugehen, dass es sich um ein aktives Social Media Profil handelt) 

Je nach Sektor der Marke und Art der geplanten Kampagne, sollten zusätzlich folgende 3 Merkmale berücksichtigt werden: 

  • Unique Number of Visitors: wie viele einzelne Social Media Nutzer das Profil des Influencers über einen bestimmten Zeitraum besucht haben

  • Share of Voice: dabei wird der Anteil der Publikationen zu einem bestimmten Thema berechnet

  • Echo: hierbei wird das Feedback, das der Influencer von seinen Followern zu einem bestimmten Thema erhalten hat, bewertet (insbesondere geteilter Content)
    Influence marketing

Die wichtigsten Auswahlkriterien lassen sich in folgenden 3 Punkten zusammenfassen: 

  • Relevanz: ein Blick auf die demographischen Daten des Influencer-Publikums, um festzustellen, ob es der zu erreichenden Zielgruppe entspricht (Tipp: Erstellen Sie eine Kunden-Persona mit den wichtigsten Zielgruppen-Merkmalen und ihrem Verbraucherverhalten) 

  • Reichweite: Anzahl der Menschen, die durch den Influencer erreicht werden sollen (Follower-Anzahl) 

  • Resonanz: das anvisierte Engagement (Reaktionen und Interaktionen) des Publikums. Die Engagement-Rate ist heute eine der wichtigsten Leistungskennzahlen im Influencer Marketing und spiegelt die Resonanz mit dem Content wieder. Demnach ist es für Marken oft wertvoller mit Influencern mit einem kleinen, aber engagierten Publikum als mit einem großen Influencer mit einem gleichgültigen, inaktiven Publikum zu arbeiten. 

Zusätzliche Tipps: 

  • Influencer sollten sich grundsätzlich mit den Werten des Unternehmens und der Marke identifizieren können, um Dissonanzen zu vermeiden und Authentizität zu gewährleisten

  • Nicht empfehlenswert ist eine Zusammenarbeit mit Influencern, die ständig gesponsorten Content erstellen und ein Produkt nach dem anderen vorstellen. In der Flut von Produkttests droht Ihre Marke unterzugehen, wobei die Zusammenarbeit unauthentisch erscheint. 

Influencer kontaktieren 

Sind die idealen Influencer gefunden, ist die Kontaktaufnahme der nächste Schritt. Um sie von Ihrer Marke, dem zu bewerbenden Produkt und der geplanten Kampagne zu begeistern, ist bei der Anfrage Folgendes besonders wichtig: 

  • Ein professionell und freundlich formuliertes, klares Angebot: um welches Produkt / welche Dienstleistung / welches Event etc. es sich handelt, ob die Zusammenarbeit monetär oder durch einen gratis Test vergütet wird und welche Art von Content geplant ist 

  • Welche Vorteile sich durch eine Zusammenarbeit ergeben: Ein klares Verständnis dafür Ausdrücken, wie das Angebot zum Content und zum Stil des Influencers passt 

  • Eine präzise Vorstellung der Marke, der Unternehmensphilosophie, der Ziele und Werte 

  • Da viele Influencer (besonders mit steigender Community-Größe) sehr häufig Anfragen von Marken erhalten, ist ein personalisiertes Anschreiben essenziell: Versetzen Sie sich in die Lage des Influencers, zeigen Sie ehrliches Interesse und beziehen Sie sich direkt auf den Content des Influencers. Eine ehrliche Wertschätzung ist das A und O.                

          Extra Tipp: Besonders bei sehr beliebten Influencern ist es vorab empfehlenswert, Kommentare und ‘Likes‘ beim veröffentlichen Content zu hinterlassen. Nicht nur hilft die intensive Beschäftigung mit dem Content dabei, den Influencer besser zu verstehen. Diese Interaktionen sind ein zusätzliches Zeichen der Wertschätzung. 
Info stepup

Wieviel kostet Influencer Marketing?

Jede Art von Arbeit ist zu vergüten. Generell lässt sich beobachten: Je größer die Follower-Anzahl, desto wählerischer ist ein Influencer bei der Auswahl geeigneter Marken-Partnerschaften und desto höhere Preise werden bei einer Zusammenarbeit veranschlagt. 

Nano- und Micro-Influencer stehen Kollaborationen auf Grundlage von Gratisprodukten oder gratis Dienstleistungen oftmals offen gegenüber, wenn das Angebot und die Marke zu den Interessen des Influencers und dessen Community passen. Auch die Einladung zu einem Event der Marke kann bei einer Zusammenarbeit mit Nano- und Micro-Influencern eine interessante Option sein. 

Laut einer Umfrage von Hivency bezeichnen 63.4% dieser Content Creator ihre Tätigkeit auf Social Media als Leidenschaft und nicht als Einnahmequelle für ihren Lebensunterhalt (Hivency, 2020). 

80% der Influencer zwischen 5.000 und 10.000 Abonnenten und 63% der Influencer mit einer Follower-Anzahl zwischen 10.000 und 50.000 geben an, nur selten für ihre Marken-Kooperationen monetär vergütet zu werden. 

Im Gegensatz hierzu, geben 67% der Influencer mit einer Community-Größe von 50.000 bis 100.000 Followern und 84% der Influencer mit über 100.000 Follower an, für Kampagnen zusätzlich bezahlt zu werden. 

Die Wichtigkeit nachhaltiger Influencer-Beziehungen

Loyalität ist bei einer effektiven und nachhaltigen Influencer Marketingstrategie entscheidend. Um eine enge Beziehung zur Zielgruppe aufzubauen und die Präsenz einer Marke aufrecht zu erhalten, ist es von Vorteil, langfristig mit bewährten Influencern zusammenzuarbeiten. Regelmäßige Kampagnen stärken das Vertrauen in die Marke und ihre Produkte und schaffen wertvolle Kontaktpunkte. 2020 und darüber hinaus ist der Aufbau loyaler Influencer Communities ein zentraler und nicht zu unterschätzender Trend der Influencer Marketing Branche. 

6 zusätzliche Influencer Marketing Tipps 

  1. Erwähnen Sie den Influencer auf den markeneigenen sozialen Netzwerken. Hierbei ist Fingerspitzengefühl gefragt. Ist der Content für den Influencer und seiner/ihre Community relevant, kann dies zusätzliche Reaktionen und Interaktionen (d.h. Kontaktpunkte mit der Marke) generieren. 

  2. Laden Sie den Influencer ein, einen Gastbeitrag auf dem Blog der Marke zu verfassen. Nicht nur bietet solch ein Beitrag frischen und authentischen Content, sondern kann durchaus verstärkte Website-Besucherzahlen generieren. 

  3. Fragen Sie beim Influencer an, ob Sie ihn/sie im markeneigenen Content zitieren dürfen. Diese direkten Kommentare und Rezensionen werten die Markenkommunikation auf und steigern das Vertrauen in die Marke und ihre Produkte 

  4. Interviewen Sie den Influencer. Interviews stärken das Marken-Image und bieten einen zusätzlichen Unterhaltungswert für das Publikum des Marken-Contents. 

  5. Erarbeiten Sie gemeinsamen Content mit dem Influencer. Als Experten in ihrer Nische, wissen Content Creator oft am besten, was bei der Zielgruppe besonders gut ankommt. 

  6. Veröffentlichen Sie eine Blog-Reihe mit Erwähnungen des Influencers und des kollaborativen Contents. Besonders bei einer Zusammenarbeit mit Mega- oder Macro-Influencern kann dies zusätzliche Visibilität generieren, wenn der Influencer auf seinem/ihrem Social Media Kanal auf diesen Content verweist.  

Auswertung einer Influencer Marketing Kampagne 

Zur Auswertung einer Influencer Marketing Kampagne gehört mehr als die Anzahl der generierten Likes und Kommentare. 

👉Mit gezielt gesetzten UTM-Codes, kann der echte ROI einer Influencer Kampagne gemessen werden. 

Diese UTM-Codes sind Bestandteil der Links, die dem Influencer für ihre Publikationen zu Verfügung gestellt werden. Durch sie lässt sich messen, wie viele Besucher über den Influencer Content zur Website der Marke (insb. zum Online-Shop) gelangt sind.  

👉 Auch spezifische Rabatt-Codes geben Aufschluss darüber, wie viele direkte Verkäufe durch einen Influencer generiert wurden. 

👉 Je nach gesetzten Zielen, sollten die relevantesten Statistiken beim Influencer angefragt werden (z.B. durch Screenshots). Relevant ist hierbei vor allem die Reichweite der Publikation, u.a. identifizierbar durch die Anzahl der Impressionen (z.B. einer Instagram Story) und der erreichten individuellen Personen.

Online-Tools fürs Influencer Marketing

Influencer Marketing Kampagnen können entweder vom Unternehmen selbst oder von einer spezialisierten Kommunikations-, Digital- oder Influencer Agentur durchgeführt werden.

In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Angebote für eine effektive und effiziente Umsetzung und Optimierung von Influencer Kampagnen auf dem Market etabliert. 

Eigenhändig geeignete Influencer zu finden, die wirklich zur Marke passen, ist bei der Masse an Content Creator auf sozialen Netzwerken sehr zeitaufwändig. 

Influencer Plattformen oder Datenbanken bieten hierbei Abhilfe. Diese Tools ermöglichen es, die Suche passender Influencer bestimmten Parametern anzupassen, - je nach den Ansprüchen und Zielen der Marke. 

Hier eine Auswahl an Anbietern, die die Umsetzung erfolgreicher Influencer Kampagnen erleichtern: 

✔️ Hivency ist eine Software-Komplettlösung zum Finden passender Micro- und Nano-Influencer sowie zur Umsetzung, Skalierung und Optimierung von Kampagnen. Besonders vertreten ist die Plattform in den Bereichen Mode, Beauty & Kosmetik und Lifestyle. Hivency ermöglicht Influencer Kollaborationen auf Grundlage von Gratisprodukten und -dienstleistungen.

 Hivency

Kürzlich hat Hivency die Plattform Lucette akquiriert, die eine Beauty-Community aus über 240.000 KonsumentInnen umfasst. Lucette ist die einzige Plattform, die Produktrezensionen von Verbrauchern im Video- und Audio-Format ermöglicht. 
Followerwonk

✔️ Follower Wonk ist ein Online-Tool von Moz, das es ermöglicht, durch eine Keyword-Recherche und nach geografischem Standort passende Influencer auf Twitter zu finden. 
Hootsuite

✔️ Hootsuite bietet einen Such-Feed, mit dem Influencer Konversationen Ihrer Branche in verschiedenen sozialen Netzwerken verfolgt werden können.Right Relevance

✔️ Right Relevance Pro ermöglicht es, Inhalte der besten Influencer nach Themen und Standort zu identifizieren.
Fourstarzz

✔️Fourstarzz Influencer Recommendation Engine ist ein Dienst, der individuelle Empfehlungen bei der Suche nach Influencern bietet. Ebenso bietet die App Aufschluss über die potenzielle Reichweite und Engagement-Rate einer Kampagne. Hype auditor

✔️HypeAuditor ist ein Tool zur Identifizierung von Fake-Influencern (Influencer, die Betrugspraktiken aufweisen). Brand Celebrities

✔️ Brand Celebrities ist ein Verzeichnis von mehr als einer Million Influencer sämtlicher Kategorien. Die Plattform bietet außerdem ein Tool zur Kontaktaufnahme mit Influencern und zur Verwaltung von Influencer Kampagnen. 
Yoo

✔️ Yôo ist ein auf Micro-Influencer spezialisierter Online-Service, der Marken bei sämtlichen Schritten der Influencer Kampagne begleitet (Auswahl der Influencer, Kontaktaufnahme, Kampagnen-Briefing, Auswertung der Kampagne). Über 20.000 Micro-Influencer sind auf der Plattform registriert und können sich dort direkt auf Kampagnen bewerben.

  Kolsquare

✔️ Kolsquare repräsentiert über 1 Million Influencer mit starker Präsenz auf dem französischen Markt. Die Plattform vereinfacht den Kontakt mit Influencern und unterstützt Marken bei der Aushandlung von Kooperationsverträgen bis hin zur Endauswertung von Kampagnen. Influence4you

✔️ Influence4You bietet Marken die Wahl zwischen einer kompletten Verwaltung von Influencer Kampagnen und der eigenständigen Nutzung von Kampagnen Management-Tools. 

✔️ AspireIQ, Upfluence und Famebit sind drei weitere Plattformen, die Marken und Influencer vereinfacht zusammenbringen. 

Ein Blick in die Zukunft des Influencer Marketings

Keine Frage: Influencer Marketing boomt.  Was jedoch zum Verruf der Branche beiträgt und in Zukunft noch stärker beitragen wird, sind Betrugspraktiken (gekaufte Follower, Kommentare usw.) und unauthentische Kollaborationen. 

Um das Potenzial einer Influencer Strategie voll auszuschöpfen und trotz dieser Herausforderungen weiterzuentwickeln, empfehlen wir: 

👉 Auch Mitarbeiter als potenzielle Influencer zu engagieren. Corporate Influencer erzählen über Ihr Unternehmen auf sozialen Netzwerken. Der Vorteil: Mitarbeiter kennen das Unternehmen und ihre Marke(n) und können so authentische und qualitative Inhalte vermitteln. 

👉 User Generated Content (UCG) zu nutzen. Hier handelt es sich um das direkte Feedback von Kunden. Laut einer Studie von La Revue du Digital aus dem Jahr 2018, verlassen sich 69% der Verbraucher eher auf die Meinungen anderer Kunden als den Rezensionen von Influencern. 

👉 verstärkt auf Micro-Influencer zu setzen.  Trotz einer niedrigeren Follower-Anzahl pflegen sie eine engere Beziehung zu ihrer Community, was sich in vergleichbar hohen Engagement-Raten ausdrückt. Auch das nötige Budget fällt bei einer Zusammenarbeit mit Micro-Influencern kleiner aus. 

👉 den strategischen Fokus auf den Aufbau loyaler Influencer Netzwerke zu setzen.  Hierbei ist die Identifizierung der Schnittstelle verschiedener Nischen-Sektoren einer Marke und ihrer Produkte empfehlenswert. 

👉 daran zu denken, dass Influencer Marketing ethischer wird.  Betrugspraktiken und unauthentische Kampagnen drängen die Branche immer mehr dazu, Transparenz und Nachhaltigkeit zu beweisen.  Gesetzgeber reagieren mit immer spezifischeren Richtlinien auf diese Trends. Deshalb ist es unabdingbar, auf die richtige Werbe-Kennzeichnung zu achten und Entwicklungen hierzu stets im Auge zu behalten. 

👉 Brand Ambassador Programme zu entwickeln. Erfolgreiche Influencer Marketingstrategien beruhen immer mehr auf langfristigen Kollaborationen und regelmäßigen Kampagnen mit bewährten Influencern. Deshalb sollte eine Influencer Strategie immer darauf ausgerichtet sein, vertrauenswürdige Langzeit-Markenbotschafter für sich zu gewinnen. 

 

Verbraucher möchten heute nicht mehr zum Kauf gedrängt werden und irrelevanten Werbebotschaften ausgesetzt sein. Daher werden Marketingmaßnahmen immer zielgerichteter und personalisierter. Genau das ist es, was Influencer Marketing so erfolgreich macht. 

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Leitfaden wertvolle Tipps für Ihre Influencer Marketingstrategie bieten konnte und wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Kooperationen! 

 

Frédérique Biau
Une pincée de grammaire, un brin de curiosité, un soupçon de nouvelles technologies, pas mal de rigueur, beaucoup de plaisir, et un peu de fantaisie : c’est ma recette pour partager avec vous, le fruit de mes recherches autour de la création de site !

Letzte Aktualisierung: 29 September 2020

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